Mit dem Zug durch die Highlands

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Eines der Highlights der Sri Lanka Reise war für die Kinder die Zugfahrt von Nanu Oya durch die Highlands – auch wenn der Start zunächst ein bisschen holprig war. Wir waren vorgewarnt worden, dass der Zugfahrplan sich nach dem Mond, der Stimmung des Zugführers oder anderen, nicht beeinflussbaren Zufällen richtet. Angekommen auf dem Bahnhof suchten wir trotzdem die Abfahrtstafel, in der Hoffnung, zumindest einen kleinen Hinweis auf die mögliche Fahrtzeit zu finden. Tasächlich entdeckten wir sie im Aufgang zu den Gleisen.

Es war früher Vormittag und die angezeigten Abfahrtszeiten hatten nicht einmal annähernd etwas mit der vermuteten Ankunft des Zuges zu tun. Also hieß es warten. Mit der Zeit füllte sich der Bahnhof mit Einheimischen, was uns zumindest hoffen ließ, dass früher oder später ein Zug eintreffen würde. Ziemlich bald hatten sich einige Kinder versammelt die unsere Kids neugierig und schüchtern zugleich beobachteten. Ich kaufte ein paar Kekse in einem kleinen Imbiss an den Gleisen und wenig später war das Eis gebrochen und die Packung wurde eifrig geteilt. Nur der Zug ließ leider weiterhin auf sich warten. Währenddessen regnete es die gesamte Zeit in Strömen. Grundsätzlich ist das für das zentrale Bergland Sri Lankas normal. Während die Küstenregionen heiss und trocken sind, ist es hier oben immer ein paar Grad kühler und regnerisch. Aus diesem Grund ist die Gegend so fruchtbar. Und genau das macht auch ihren Reiz aus. Über die Berghänge erstrecken sich endlose Teeplantagen und Gemüse- und Blumenfelder. Wir hatten nach der Hitze der letzten Tage allerdings unterschätzt, wie kalt es werden würde. Mit der Zeit waren wir gründlich durchgefroren.

Endlich, nach mehreren Stunden Wartezeit, fuhr der Zug mit seiner schnaufenden und höllisch lärmenden Lok dann doch noch ein. Im Schritttempo wand er sich anch Abfahrt die Hänge der Berge hinauf. Die Kids hingen begeistert aus dem Fenster und beobachteten die anderen Mitreisenden, die aus den Türen Abteile weiter vorne hingen, um den frischen Fahrtwind zu genießen. Nach wenigen Kilometern wurde uns dann auch klar warum wir so lange hatten warten müssen. An einer leichten Steigung nahm die Lok schnaufen Anlauf – nur um kurz darauf mit dem ganzen Zug rückwärts zu rollen. Der Regen hatte die Schienen nass und glitschig gemacht und die Lokomotive schaffte es nicht, ihre Last den Berg hoch zu ziehen. Nach mehreren Anläufen gelang es dann doch und wir schraubten uns langsam wieder hinunter in Richtung der Talebene. Die Fahrt ging mitten durch Gemüseplantagen, in denen die Arbeiter so nah an den Schienen ernteten, dass man sie hätte anfassen können. Wir überquerten spektakuläre Talbrücken, Regenwaldgebiete und unzählige Teeplantagen, bis der Regen langsam aufhörte, es wieder heisser wurde und wir zurück in der Hitze des Flachlands ankamen.

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